Rasseportrait
Der Beagle
Feine Nase, großer Finderwille und ein offenes, freundliches Wesen: Der Beagle ist ein leidenschaftlicher Laufhund mit jagdlicher Herkunft und bemerkenswerter Ausdauer. Wer ihn versteht, erlebt einen klugen, charmanten und arbeitsfreudigen Begleiter mit eigenem Kopf und viel Herz.
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Kurzprofil
Der Beagle auf einen Blick
Eine traditionsreiche Jagdhunderasse mit klarer Aufgabe, hoher Sozialverträglichkeit und spürbarem Arbeitswillen. Der Beagle ist freundlich im Auftreten, aber keineswegs beliebig in seinen Ansprüchen.
Ursprung
Großbritannien; FCI-Standard Nr. 161, Verwendung als Laufhund.
FCI-Einordnung
Gruppe 6, Sektion 1.3 Kleine Laufhunde, mit Arbeitsprüfung.
Wesen
Fröhlich, aufgeweckt, intelligent, ausgeglichen und liebenswürdig – ohne Angriffslust oder Ängstlichkeit.
Größe
Wünschenswerte Widerristhöhe zwischen 33 und 40 cm.
Historie & Einordnung
Traditionsreicher Laufhund mit klarer Aufgabe
Der Beagle wurde nach dem offiziellen FCI-Standard aus dem größeren Fuchshound für die Jagd zu Fuß, vorzugsweise nach Hasen, herausgezüchtet. Er wird traditionell noch immer im Rudel geführt. Der Standard beschreibt ihn als geschäftigen, eifrigen kleinen Hund voller Begeisterung und Energie – athletisch, ausdauernd und immer bereit für Aktivität.
Historisch werden bereits während der Herrschaft von König Henry VIII. und Königin Elizabeth I. Rauhaar-Beagles erwähnt. Über die Jahre nahm die Größe der Rasse zu; kleinere Ausprägungen wurden als „Pocket Beagles“ bezeichnet. Heute steht der Beagle für Funktion, Ausdauer, Passion und Sozialverträglichkeit.
Charakter
Fröhlich, intelligent und mit echter Jagdpassion
Der offizielle Standard beschreibt den Beagle als fröhlichen Hund, dessen wesentliche Bestimmung das Jagen ist, vornehmlich Hasen, indem er der Fährte folgt – unerschrocken, äußerst lebhaft, mit Zähigkeit und Zielstrebigkeit. Zugleich ist er aufgeweckt, intelligent und von ausgeglichenem Wesen.
Im Alltag zeigt sich genau diese Mischung: freundlich und liebenswürdig, sozial und menschenbezogen, dabei aber mit deutlicher Eigenständigkeit. Der Beagle sucht Nähe, braucht jedoch Führung mit Linie, Geduld und Sinn für seine rassetypischen Anlagen.
- fröhlicher, ausgeglichener Gesamteindruck
- lebhaft, zäh und zielstrebig auf der Spur
- keine Anzeichen von Angriffslust oder Ängstlichkeit
Fell & Farbe
Kurz, dicht, wetterbeständig und klar gezeichnet
Nach dem offiziellen Standard ist das Haar des Beagles kurz, dicht und wetterbeständig. Das passt perfekt zu einer Rasse, die als robuster, kompakter Laufhund mit Ausdauer und Funktionalität beschrieben wird.
Zugelassen sind dreifarbig (schwarz, braun und weiß), blau-weiß-braun, badger-pied, hare-pied, lemon-pied, lemon und weiß, rot und weiß, braun und weiß, schwarz und weiß sowie ganz weiß. Mit Ausnahme von ganz weiß können diese Farben auch getüpfelt auftreten. Keine anderen Farben sind zulässig; die Rutenspitze ist weiß.
Gesundheit
Funktion, Gesundheit und Belastbarkeit gehören zusammen
Der FCI-Standard schließt mit einem klaren Zuchtgrundsatz: Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden. Das macht deutlich, dass beim Beagle nicht nur der schöne Ausdruck zählt, sondern die Arbeitsfähigkeit, Belastbarkeit und das Wohlbefinden des Hundes.
Worauf im Alltag zu achten ist
- kontrollierte Gewichtsentwicklung und regelmäßige Bewegung
- Pflege von Ohren, Pfoten, Gebiss und Ballen
- Belastbarkeit und Kondition rassegerecht erhalten
Was der Standard betont
- Bewertung von Fehlern immer auch nach Einfluss auf Gesundheit und Wohlbefinden
- rassetypische Arbeit muss möglich bleiben
- deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen führen zur Disqualifikation
Erziehung & Ausbildung
Führung mit Linie, Arbeit mit Nase und Ausdauer
Der Beagle ist kein Hund für beliebige Beschäftigung. Seine wesentliche Bestimmung ist laut Standard die Jagd über die Fährte. Daraus ergibt sich auch für Haltung und Ausbildung ein klares Bild: Ein Beagle braucht sinnvolle Nasenarbeit, verlässliche Führung und eine ruhige, konsequente Hand.
- frühe Bindungsarbeit und klare Orientierung am Menschen
- kontrollierte Spur- und Nasenarbeit als rassegerechte Auslastung
- konsequente Regeln im Alltag statt wechselnder Signale
Wer seine jagdliche Herkunft respektiert und den Beagle weder unter- noch überfordert, bekommt einen leistungsbereiten, freundlichen und charaktervollen Hund an die Seite.
Rassestandard
Der offizielle FCI-Rassestandard im Wortlaut
Die folgenden Inhalte basieren auf dem hochgeladenen offiziellen FCI-Standard Nr. 161 (Stand 09.03.2011 / gültiger offizieller Standard vom 13.10.2010). Die Struktur ist für deine Website in saubere, aufklappbare Bereiche gegliedert.
Grunddaten
- Ursprung: Großbritannien.
- Datum der Publikation des gültigen offiziellen Standards: 13.10.2010.
- Verwendung: Laufhund.
- Klassifikation FCI: Gruppe 6 Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen; Sektion 1.3 Kleine Laufhunde; mit Arbeitsprüfung.
Kurzer geschichtlicher Abriss
Man geht davon aus, dass der Beagle aus dem größeren Fuchshound für die Jagd zu Fuß, vorzugsweise nach Hasen, herausgezüchtet wurde. Er wird noch immer im Rudel benutzt, sehr häufig organisiert von Vereinigungen, einschließlich Akademien und Schulen. Ein geschäftiger, eifriger kleiner Hund, voller Begeisterung und Energie, immer bereit für jede Aktivität, bei der er dabei sein kann.
Bei dieser Rasse hinterlässt alles den Eindruck von Athletentum und es gibt keinen besseren Anblick als ein Beagle-Rudel in voller Verfolgung, ihre Köpfe nach unten auf der Fährte, ihre Ruten steif nach oben angeordnet, während sie sich auf die Jagd konzentrieren.
Während der Herrschaft von König Henry VIII. und Königin Elizabeth I. gab es Rauhaar-Beagles, einige waren klein genug, so dass man sie in der Jackentasche eines Jagdjackets tragen konnte. Die Größe hat über die Jahre zugenommen, aber manchmal werden noch kleinere Versionen dieser Rasse geboren, man nennt sie „Pocket Beagles“.
Allgemeines Erscheinungsbild
Ein robuster, kompakter Hund, vermittelt den Eindruck von Qualität ohne grob zu wirken.
Wichtige Proportionen
Der Abstand zwischen Hinterhauptbein und Nasenschwamm sollte möglichst genau durch den Stop halbiert werden. Die Höhe bis zum Ellenbogen ist die Hälfte der Höhe bis zum Widerrist.
Verhalten / Charakter (Wesen)
Ein fröhlicher Hund, dessen wesentliche Bestimmung es ist zu jagen, vornehmlich Hasen, indem er der Fährte folgt, unerschrocken, äußerst lebhaft, mit Zähigkeit und Zielstrebigkeit. Aufgeweckt, intelligent und von ausgeglichenem Wesen. Liebenswürdig und aufgeweckt, ohne Anzeichen von Angriffslust oder Ängstlichkeit.
Kopf
Kopf: Von mäßiger Länge, kraftvoll ohne grob zu sein, feiner bei der Hündin, ohne Runzeln oder Falten.
Oberkopf – Schädel: Leicht gewölbt, mäßig breit, mit sich leicht abzeichnendem Hinterhauptbein.
Stopp: Deutlich ausgeprägt, der die Distanz zwischen Hinterhauptbein und Nasenschwamm möglichst genau halbiert.
Gesichtsschädel
Nasenschwamm: Breit, vorzugsweise schwarz, jedoch ist bei helleren Hunden eine abgeschwächte Pigmentierung statthaft; gut geöffnete Nasenlöcher.
Fang: Nicht spitz.
Lefzen: Angemessene Belefzung.
Kiefer / Zähne: Kräftige Kiefer mit einem perfekten, regelmäßigen und vollständigen Scherengebiss, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen.
Augen: Dunkelbraun oder haselnussbraun, ziemlich groß, weder tiefliegend noch hervortretend, ziemlich weit voneinander eingesetzt mit sanftem, gewinnendem Ausdruck.
Ohren: Lang, unten abgerundet. Wenn nach vorne gezogen, fast bis zum Nasenspiegel reichend. Tief angesetzt, dünn, mit der Vorderkante anmutig an der Backe anliegend getragen.
Hals
Ausreichend lang, um dem Hund mühelos das Arbeiten mit tiefer Nase auf der Spur zu ermöglichen. Leicht gebogen, mit etwas Kehlhaut.
Körper
Körper: Kurz in der Lende, aber gut ausgeglichen.
Obere Profillinie: Gerade und waagrecht.
Lenden: Lenden kräftig und biegsam.
Brust: Brustkorb bis unter den Ellenbogen reichend. Rippen gut gewölbt und gut zurückreichend.
Untere Profillinie und Bauch: Nicht übermäßig aufgezogen.
Rute
Stark, von mittlerer Länge. Hoch angesetzt, fröhlich getragen, aber nicht über den Rücken gerollt oder vom Ansatz nach vorne geneigt. Gut behaart, besonders an der Unterseite.
Vorderhand
Schulter: Schulterblatt gut zurückliegend, nicht überladen.
Ellenbogen: Fest, weder ein- noch ausdrehend.
Unterarm: Vorderläufe gerade und senkrecht gut unter den Hund gestellt. Gute Substanz mit runden Knochen. Die Läufe werden zu den Pfoten hin nicht schmäler.
Vordermittelfuß: Kurz.
Vorderpfoten: Fest, Zehen eng aneinanderliegend; gut aufgeknöchelt mit kräftigen Ballen. Keine Hasenpfoten. Nägel kurz.
Hinterhand
Oberschenkel: Muskulös.
Knie: Gut gewinkelt.
Sprunggelenk: Fest, tief angesetzt, zueinander parallel.
Hinterpfoten: Fest, Zehen eng aneinanderliegend; gut aufgeknöchelt mit kräftigen Ballen. Keine Hasenpfoten. Nägel kurz.
Gangwerk
Rücken gerade, kräftig ohne Anzeichen von Rollen. Frei, ausgreifend, weiter Vortritt. Gerade, ohne die Läufe hoch anzuheben; deutlicher Schub aus der Hinterhand. Hinterhandbewegung sollte nicht eng sein, Vorhandbewegung nicht paddelnd oder kreuzend.
Haarkleid
Haar: Kurz, dicht und wetterbeständig.
Farbe: Dreifarbig (schwarz, braun und weiß); blau, weiß und braun; dachsfarbig gefleckt (Badger-pied); hasenfarbig gefleckt (Hare-pied); zitronengelb gefleckt (Lemon-pied); zitronengelb (lemon) und weiß; rot (red) und weiß; braun und weiß; schwarz und weiß; ganz weiß. Mit Ausnahme von ganz weiß können alle oben genannten Farben auch „Mottles“ (getüpfelt) sein. Keine anderen Farben sind zulässig. Die Rutenspitze ist weiß.
Größe
Wünschenswerte mindeste Widerristhöhe: 33 cm. Wünschenswerte höchste Widerristhöhe: 40 cm.
Fehler
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist und seine Fähigkeit, die verlangte rassetypische Arbeit zu erbringen.
Disqualifizierende Fehler
- Aggressive und übermäßig ängstliche Hunde.
- Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.
Hinweise
- Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
- Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden.
Weiterführend
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ABC Wissen
Fachliche Inhalte, Hintergrundwissen und vertiefende Informationen zur Rasse und ihrer Haltung.
Prüfungen
Informationen zu jagdlicher Arbeit, Leistungsnachweisen und dem praktischen Einsatz des Beagles.
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